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Für viele ältere Menschen ist die Vorstellung, in ein Alten- oder Pflegeheim ziehen zu müssen, mit großer Angst verbunden. So lange es eben geht, möchten sie in ihren vertrauten, eigenen “vier Wänden” bleiben. Doch häufig lassen das hohe Alter, körperliche Einschränkungen oder eine geringe Belastbarkeit die alleinige Führung eines eigenen Haushaltes nicht mehr zu.

Die Großfamilie, in der Generationen unter einem Dach leben und sich die jungen um die älteren Familienmitglieder kümmern, gibt es nicht mehr, und die eigenen, bereits erwachsenen Kinder wohnen häufig recht weit entfernt und stehen meistens aktiv im Leben, so dass kaum noch Zeit bleibt, dem älteren Menschen regelmäßig beizustehen. Auch sind Familienangehörige mit der Betreuung und Pflege viel zu stark belastet oder gar überfordert, da ihnen die fachlichen Qualifikationen fehlen. So muss eine Alternative gefunden werden, die “Jung und Alt” gerecht wird.

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Das 3-Welten-Modell – Die Mutter der Pflegeoasen

Eine Pflegeoase ist eine alternative Wohnform, in der mehrere schwer pflegebedürftige demenzkranke Menschen gepflegt und betreut werden. Das Besondere daran ist, dass es keine klassischen Einzel- oder Doppelzimmer gibt, sondern Wohn- und Schlafbereiche ineinander übergehen. Mit verschiedenen Snoezel- Elementen und anheimelnden Farben ist solch eine Oase eine Welt für sich. Die Pflegeoase ist Bestandteil des 3- Welten-Modells, das in der Schweiz von Dr. Christian Held entwickelt wurde. Es umfasst weit mehr als die Einrichtung von Pflegeoasen. Grundlage sind die 3 Stadien der Demenz: leicht, mittelschwer und schwer. Diesen wurden 3 verschiedene Lebensräume, Welten, zugeordnet. Sie sind im Hinblick auf die Milieugestaltung sehr unterschiedlich. Das 3-Welten-Modell folgt dem Gedanken, dass Demenz eben nicht Demenz ist, sondern im Verlauf einer demenziellen Erkrankung verschiedene Bedürfnisse in den Vordergrund treten. In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere Häuser, die nach diesem Konzept arbeiten.

Übersicht: Das 3-Welten-Modell auf einen Blick
Die Welt der Erfolglosigkeit (die Bewohner haben ein Ziel, können es aber nicht ohne Hilfe in die Tat umsetzen. Das führt zu Misserfolgen.) Die zunehmende Unfähigkeit, sich den Anforderungen des Lebens und der Umwelt entsprechend zu verhalten, führt bei den Personen mit Demenz zu Ängsten. Sie möchten gerne etwas tun oder mit anderen Menschen in Kontakt treten. Ein Ziel haben die demenziell veränderten Menschen in dieser Phase noch. Der Wille / Wunsch kann aber nicht in adäquate Handlung umgesetzt werten. Die Handlung des demenziell veränderten Menschen führt daher immer seltener zum Erfolg. Die Pflegemitarbeiter und Betreuungskräfte müssen den Bewohnern helfen, ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen. Somit rufen sie beim Bewohner Erfolgserlebnisse hervor.

Welt der Ziellosigkeit (in diesem Demenzstadium haben die Bewohner kein klares Ziel mehr.)
In dieser Phase führt der demenzkranke Pflegekunde Handlungen, Bewegungen nicht mehr mit Absicht oder Überlegung aus. Durch jeden neuen Reiz entsteht Ablenkung oder ein neuer Impuls. Er erkundet seine Umgebung ständig neu. Zielloses Umhergehen oder Betasten von Gegenständen, auch mit dem Mund, sind häufige Beschäftigungen.
In dieser Welt wurde in Haus Sonnweid besonderer Wert auf das Ausleben des Bewegungsdrangs gelegt: Endlos ineinander übergehende Räume, Rundwege, Rampen statt Treppen, eine geschützte, als Rundweg gestaltete Außenanlage sind Elemente, die das ermöglichen. Da die Bewohner nicht lange sitzen bleiben können – auch nicht beim Essen –, sorgen Food-Stationen für die – gerade bei so hoher körperlicher Bewegung – notwendige Kalorienzufuhr. Ziel in dieser Phase ist das Zulassen der Ruhelosigkeit und der damit verbundenen Folgen. Eine solche Haltung setzt neben den Fachkenntnissen auch Toleranz bei allen Beteiligten voraus.

Welt der Schutzlosigkeit (in diesem Demenzstadium sind die Bewohner vollständig von anderen abhängig.)
Sprache und Gestik gehen verloren, Bedürfnisse bleiben erhalten, können aber nicht mehr mitgeteilt werden. Der Bewohner kann Gefühle kaum noch ausdrücken. Er ist seiner Umwelt schutzlos ausgeliefert. Der Bewohner kann oft nur noch im Bett oder Ruhestühlen liegen. Der Lebensraum verengt sich auf die unmittelbare Umgebung. Um den Bewohner gleichzeitig vor Reizüberflutung und Vereinsamung zu schützen, entstanden in Haus Sonnweid die eingangs erwähnten Oasen. Durch gezielte gedämpfte, speziell auf den einzelnen Bewohner angepasste Reize in seiner unmittelbaren Umgebung beugen die Mitarbeiter einer Reizüberflutung vor, z. B. möglich durch Klänge, Musik, Düfte, rhythmische Bewegungen.

Rollatoren und Co.

Gehstock oder Unterarmstützen waren lange Zeit die einzigen Helfer für Menschen, denen das freie Laufen nicht mehr ganz möglich ist. Die auch Krücken genannten Gehilfen hatten den Nachteil, dass sie immer wieder angehoben werden mussten. Die beanspruchten Gelenke wurden nicht wirklich entlastet. Um etwas in ein anderes Zimmer zu tragen, war man auf die Hilfe anderer angewiesen.

Der 1978 in Schweden erfundene Rollator erleichtert hier einiges. Er ist eine Gehilfe auf Rädern mit integrierter Sitzfläche und einem Korb zum Transportieren von Gegenständen. In Deutschland, der Schweiz und Österreich ist er seit 1990 erhältlich und inzwischen sehr verbreitet.
Das ursprüngliche “Kassengestell” ist jedoch schwer, klobig und einigermaßen unbeliebt. Wie inzwischen bei einer Sehhilfe selbstverständlich, haben immer mehr Nutzer einen individuellen Anspruch an Funktion oder Design ihres Rollators. Dem wird vom Markt in zunehmendem Maße Rechnung getragen. Über 20 Firmen bieten dem geneigten Kunden eine breite Palette an Zubehör und Neuerungen.

Da gibt es beispielsweise das Echtholz-Modell für zu Hause. Hier wird auf die Sitzfläche verzichtet, da es ja für den Hausgebrauch konzipiert ist. Mit einer Breite von nur ca. 50 cm passt es durch jede Tür. Die Holzart kann den heimischen Möbeln angepasst gewählt werden.

Für den Outdoor-Bereich ist ebenfalls eine Vielzahl an innovativem Zubehör erhältlich.
Vom abnehmbaren Einkaufskorb, gepolsterter Sitzfläche, Stockhalterung oder Beleuchtung geht man schon fast als Grundversorgung aus. Dass ein Modell platzsparend zusammenklappbar ist, gilt ebenfalls als eine Grundvoraussetzung für die alltägliche Nutzung. Die XXL-Variante für den starken Nutzer ist selbstverständlich sehr robust gebaut, hat eine geräumige Sitzfläche und häufig auch eine Rückenlehne, die ein entspannteres Ruhen ermöglicht. Ein anderer legt Wert auf leicht verstellbare Griffwinkel, um einseitige Belastungen zu vermeiden. Eine eingebaute Klingel, integrierte Handwärmer für den Winter und ein Sonnendach oder -Schirm für sommerliche Spaziergänge sind weitere vom Kunden inspirierte Reformen.


Sehr beliebt, insbesondere bei lebensfrohen Menschen, ist die leichte Alubauweise. Rollatoren mit nur 3 Rädern sind nicht nur leichter zu lenken, ihre besondere Wendigkeit wird sowohl in Räumen als auch im belebten Innenstadtbereich geschätzt. Eine spezielle Radkonstruktion, die Unebenheiten auszugleichen vermag, hilft dem offroad-begeisterten Wanderer ebenso wie dem von Bürgersteigen genervten Städter.

Weitere Ergänzungen sind die Faltgarage, ein abnehmbares Tablett für den Frühstückstransport auf die Terrasse oder auswechselbare Design-Strümpfe, damit der Rollator zur Garderobe passend gestaltet werden kann.

Für die Zukunft schon in Planung: die eingebaute Kaffeemaschine, Spracherkennung des Nutzers und – auch für den kleineren Geldbeutel – Sicherheitssysteme, die einen Diebstahl verhindern.:-)

Treppenlift – leichte Montage – leichter Alltag

In Deutschland ist die Lebenserwartung der Menschen gestiegen, das heißt die Menschen werden älter – Männer werden mehr als 75 Jahre und Frauen mehr al 82 Jahre alt. Im Durchschnitt sind etwa 20% der Bevölkerung in der BRD älter als 65 Jahre.

Jedoch nehmen im Alter gesundheitliche Beschwerden und Einschränkungen des Bewegungsapparates zu. Das bedeutet, dass ältere Menschen in ihrer Mobilität eingeschränkt sein können, was sich unter anderem auch beim Steigen von Treppen bemerkbar macht. Den älteren Menschen liegt viel daran, auch bei einer Mobilitätseinschränkung, in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben und auch weiterhin das Leben selbst zu bestimmen.

Die Medizin und die Medizintechnik bieten viele Möglichkeiten, um den älteren und behinderten Menschen das Leben lebenswert zu machen und den Alltag so leicht, wie möglich zu gestalten. Ein Treppenlift, zum Beispiel, ist für den Personenkreis mit einer Mobilitätseinschränkung eine große Hilfe, um im oder am Haus Stufen und Treppen ohne fremde Hilfe überwinden zu können. Der Einbau eines Treppenlifts erfordert keine großen baulichen Veränderungen, da er an jede Treppe individuell angepasst werden kann.

Es gibt Anbieter bei denen man einen Treppenlift neu oder gebraucht kaufen, mieten oder leasen bzw. finanzieren kann. Der wohl bekannteste Anbieter in Deutschland ist die Firma „Lifta“ aus Köln, die seit mehr 30 Jahren erfolgreich den Kunden jeweilig den individuellen Treppenlift, nach eingehender Beratung, anbieten und vor Ort einbauen (weiterführende Informationen hier).

Die Spezialfirmen die Treppenlifte anbieten, legen großen Wert darauf, dass die Kunden individuell bei der Auswahl und beim Einbau des passenden Treppenlifts vor Ort beraten und unterstützt werden. Des Weiteren bieten Sie neben Garantie- auch hervorragende Serviceleistungen an. Der Einbau des Treppenlifts dauert, je nach baulichen Voraussetzungen, etwa fünf bis sechs Stunden.

Es ist generell möglich, dass jeder Treppenlift an das vorhandene Treppenhaus, egal ob es sich um eine gewundene, oder ob es sich um eine gerade Treppe handelt, angepasst werden kann. Dabei spielt es keinerlei Rolle, ob die Treppe sehr steil ist, oder ob der Treppenlift innen oder außen an der Treppe montiert werden soll. Darüber hinaus verfügt jeder Treppenlift (Sitz- oder Plattformlift) über modernste Antriebstechnik und eine leichte Bedienung. Der Treppenlift bzw. die Fahrbahn des Liftes kann an der Treppe, das heißt auf den Stufen montiert werden, aber es gibt auch Varianten, wo es nicht erforderlich ist die Treppe oder das Treppenhaus anzubohren, die Fahrbahn des Treppenliftes kann über eine Klemmbefestigung, über Wangenbefestigung, Harfenbefestigung, über Wandbefestigung mit oder ohne Stützen oder über Stützen im Treppenhaus montiert werden. Der Treppenlift nimmt, mit seiner klappbaren Sitzfläche und Armlehnen, nur wenig Platz ein – im geklappten Zustand sind es nicht mehr als 40 Zentimeter. Die Farben und Materialien der Sitzflächen sind individuell wählbar und können harmonisch auf das Gesamtbild der Einrichtung abgestimmt werden.

Foto: © JuergenG