Hausnotruf – auf Knopfdruck kommt Hilfe

Mit dem Alter wächst bei älteren Menschen auch die Wahrscheinlichkeit, alleine zu leben. Der Partner ist vielleicht verstorben, die eigenen Kinder wohnen weit weg und für ein Heim ist es noch zu früh. In einer solchen Situation kann es in Notfällen schnell brenzlig werden. Wenn allein lebende Senioren Herz-Kreislauf-Probleme bekommen oder stürzen und sich dabei verletzen, benötigen sie schnelle Hilfe. Gleiches gilt für behinderte Menschen, die in eine Notsituation geraten. Doch der Weg zum Telefon ist vielleicht nicht mehr machbar. Die meisten Senioren haben Angst vor einer solchen Situation und fühlen sich in den eigenen vier Wänden unsicher. Für derartige Notfälle, die leider immer wieder vorkommen können, bietet ein Hausnotruf-Gerät die sichere Hilfe in der Not und damit ein Gefühl der Sicherheit.

Hausnotruf – auf Knopfdruck kommt Hilfe. Die Technik des Hausnotrufs ist für Senioren ideal. Sie müssen nur ein kleines Armband oder eine Kette tragen, an dem ein Notrufsender angebracht wird. Wird dieser gedrückt, löst er an einem stationären Hausnotruf-Gerät Alarm aus, der in einer rund um die Uhr besetzten Einsatzzentrale aufläuft. Diese versucht nun, mit dem Hilfeabsender Kontakt über das Hausnotruf-Gerät aufzunehmen. Dank einer großen Sprechreichweite ist dies in den meisten Fällen möglich. Konkretisiert sich der Hilfebedarf oder kann kein Gespräch stattfinden, wird sofort passende Hilfe losgeschickt.

Die Senioren schließen mit dem – meistens zu einem der Wohlfahrtsverbände gehörenden – Anbieter des Hausnotrufes einen Vertrag. Dazu gehört auch, dass für Notfälle ein Schlüssel bei der Einsatzzentrale hinterlegt wird oder ein Hausnotruf-Gerät genutzt wird, das die Tür bei ausgelöstem Alarm für ein passendes Gegenstück automatisch entriegelt. Auf diese Weise sind die Helfer nicht nur schnell vor Ort, sondern gelangen auch in die Wohnung.

Der Hausnotruf bringt auf Knopfdruck Hilfe in der Not und kann dazu beitragen, in Gefahrensituationen sofort handeln zu können. Die Senioren erhalten so ein rundum gutes Gefühl, das ihnen ein Stück Sicherheit und damit Lebensqualität bietet.



Foto: © Dark Vectorangel – Fotolia.com

Haustiere können die Seniorenbetreuung unterstützen

Eigentlich klingt es schwer vorstellbar. Haustiere in Seniorenheimen oder bei der Seniorenbetreuung wollen einfach nicht in das Bild der Gesellschaft von zunehmend unselbstständigen oder gar pflegebedürftigen Menschen passen. Zumal in Seniorenresidenzen oder Pflegeheimen noch das Problem der Hygiene ins Spiel kommt. Und doch können Haustiere die Seniorenbetreuung unterstützen und sogar positive Effekte auf das Wohlbefinden der Senioren haben. Nicht wenige Seniorenheime gehen inzwischen den Weg, Haustiere zuzulassen.

Ein Hund, eine Katze oder andere Kleintiere haben eine ganz besondere Wirkung auf Senioren. Diese fühlen sich verantwortlich für das Tier und bekommen neuen Lebensmut. Das Haustier animiert sie, wieder aktiv zu werden. Das gilt in einem begrenzten Maß sogar für demente Senioren. Sich kümmern zu müssen – selbst wenn sie es nicht alleine können –, geben den Senioren eine Aufgabe, die sie erfüllen möchten. Sie haben einen tierischen Partner, dem sie Zuneigung und Streicheleinheiten vermitteln können. Bei vielen Tieren, besonders Hunden, erhalten sie Zuneigung zurück. Diese Beziehung zwischen Mensch und Tier kann dabei helfen, viele Belastungen im Alltag leichter zu meistern oder auch die Einsamkeit zu vergessen. Ein Haustier hat aber noch eine weitere Funktion. Es vertreibt Langeweile. Die Menschen sprechen mit dem Tier und über das Tier, kümmern sich, beobachten und sorgen sich. Das trägt zu einem strukturierteren und erfüllten Tagesablauf bei.

Ein Haustier im Rahmen der Seniorenbetreuung zu halten, ist dennoch nicht unproblematisch. Die Pflege des Tieres muss bei allein lebenden Menschen auch an „schlechten“ Tagen gewährleistet sein. In Heimen dürfen Mitbewohner durch das Tier nicht übermäßig beeinträchtigt werden und auch hier muss das Tier in den Tagesablauf integriert werden. Insgesamt überwiegen die positiven Effekte durch ein Haustier aber. In vielen Seniorenheimen werden aus diesem Grund Hunde oder Katzen als „Heimtiere“ angeschafft, die mit den Bewohnern in den Gemeinschafsräumen leben und maßgeblich vom Heimpersonal versorgt werden.


Foto: © Elisabeth Rawald – Fotolia.com